Wer ist die Landeskirchliche Gemeinschaft in der Radelandstraße?

Ganz einfach gesagt:
Wir sind eine Gemeinschaft innerhalb der Evangelischen Landeskirche.
Wir haben das gleiche evangelische Glaubensbekenntnis.
Allerdings dürfen wir uns frei organisieren. Wir haben die Rechtsform des Vereins übernommen und sind als gemeinnützig anerkannt.
Diese Gemeinschaft in der Radelandstraße gibt es nach offizieller Zählart seit 1949.

Wo kommen wir her?

Es gibt mehrere Gemeinschaften, die ähnlich funktionieren wie unsere.
All diese Gemeinschaften haben im Grunde fünf Wurzeln:
die Reformation im 16.Jahrhundert,
der Frühpietismus im 17./18.Jahrhundert,
die Erweckungsbewegung im 19.Jahrhundert,
die Heiligungsbewegung im 19.Jahrhundert,
die Gemeinschaftsbewegung im 19.Jahrhundert bis heute.
Jede diese Bewegungen hatte verschiedene theologische Schwerpunkte.
Alle sollen hier nicht aufgezählt werden. Aber das eine ist sicherlich einer der wichtigsten Schwerpunkte:
Christlicher Glaube und christliches Handeln sollen gelebt werden.

Welchen christlichen Verbänden gehören wir an?

Eng verflochten sind wir mit dem Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg.
Das ist ein Zusammenschluss vieler Gemeinschaften. Solche Gemeinschaftsverbände gibt es in gesamt Deutschland. Diese Gemeinschaftsbewegung ist die größte freie Bewegung innerhalb der Evangelischen Kirche.
So sind wir auch dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband angehörig. Das ist sozusagen der Dachverband der gesamten deutschen Gemeinschaftsbewegung.
Weiterhin gibt es Aktivitäten innerhalb der Evangelischen Allianz, die sich vor allem durch unser Engagement
auf lokaler Ebene ausdrücken.

Was wollen wir?

Wir wollen sowohl nach Außen als auch nach Innen wirken.
Das heißt:
Nach Außen hin wollen wir Menschen die gute Nachricht bekanntmachen, dass Gott Versöhnung anbietet.
Nach Innen hin wollen wir Christen im Glauben stärken.
Diese Wirkenskreise sind im Missionsbefehl von Jesus Christus zu finden.
(Matthäus-Evangelium Kapitel 28, Verse 18 ff.).
Wir wollen nicht nur reden, sondern auch handeln.
Soweit wir es können, wollen wir anderen Menschen auch durch hilfreiche Taten zur Seite stehen.
So wünschen wir, dass immer mehr Menschen ein Leben mit und für Gott leben.

Was glauben wir?

Eine wichtige Grundlage unseres Glaubens ist im Apostolischen Glaubensbekenntnis zu erkennen.
Weiterhin vertreten wir die wiedererkannten biblischen Grundsätze der Reformation. Das heißt:
- sola scriptura: die Bibel ist für uns die alleinige Grundlage des Glaubens,
- sola gratia: Menschen werden ohne eigenes Tun, sondern allein durch die Gnade Gottes gerechtfertigt,
- sola fide: Zugang zur gnädigen Rechtfertigung ist allein durch das Vertrauen zu finden,
- allgemeines Priestertum aller Gläubigen: jeder Christ hat die gleiche Stellung vor Gott.

Fundamental ist das Werk Jesu Christi. Durch seinen Tod am Kreuz nahm er unsere Schuld und unser Versagen in den Tod. Er trug damit die Strafe, die wir von Gott verdient hätten. Durch die Auferstehung beglaubigte Gott diese Tat Christi. Der Tod wurde durch Jesus überwunden. Wer nun an Jesus Christus als Erlöser und Herrn glaubt, dem wird alle Schuld vergeben und bekommt ewiges Leben. Deshalb tragen wir den Namen „Christen", weil wir durch das Opfer Jesu erlöst wurden.
Weil wir das erfahren haben, möchten wir, dass andere Menschen ebenfalls die Chance bekommen, ein neues Leben zu beginnen.

Berlin Spandau  |  LKG-Radeland 1957-2018